Sandfilteranlage für den Pool: Arten, Funktionsweise und Vergleich

Ein eigener Pool bereitet nur dann wirklich Freude, wenn das Wasser kristallklar ist. Für die Reinigung muss man eine Filteranlage anschließen, damit das Wasser von Schwebstoffen wie Haare, Blütenpollen und Laub befreit wird. Im Folgenden stellen wir den Sandfilter vor, der auch in Gartenteichen Anwendung findet.

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Preis-Leistungsverhältnis





Fördermenge 6 m³/h bei 4 m
4,5 m³/h bei 8 m
8 m³/h bei 4 m
4 m³/h bei 8 m
8 m³/h4,5 m³/h bei 4 m 6,6 m³/h bei 4 m 5,7 m³/h (keine Angabe bei 8 Meter)
Maximale Förderhöhe11 m10 m7,5 m7 m9 mmaximale "Hubhöhe" Hmax=1.5 m
Empfehlenswert für Poolgröße bis 25.000 l Wasserinhalt40.000 l Wasserinhalt20.800 l - 65.000 l Wasserinhalt 22.000 l Wasserinhalt33.000 l Wasserinhalt24.000 l Wasserinhalt

Sandmenge 40 kg 25 kg35 kg Quarzsand oder
25 kg Filterglas
20 kg15 kg 25 kg
Ventil6-Wege-Ventil:

Filtern, Rückspülen, Nachspülen, Zirkulieren, Entleeren und Schließen
7-Wege-Ventil:

Filtern, Rückspülen, Nachspülen, Entleeren, Zirkulieren, Geschlossen, Winterstellung
6-Wege-Ventil:

Filtern, Rückspülen, Nachspülen, Zirkulieren, Entleeren und Schließen
6-Wege-Ventil:

Filtern, Rückspülen, Nachspülen, Zirkulieren, Entleeren und Schließen
7-Wege-Ventil

Filtern, Rückspülen, Nachspülen, Entleeren, Zirkulieren, Schließen, Einwintern
6-Wege-Ventil:

Filtern, Rückspülen, Spülen, Umlauf, Ablassen, Geschlossen
Leistung 350 Watt550 Watt550 Watt 250 Watt 450 Watt300 Watt
Vorfilter

Selbstansaugende Filterpumpe Beim Modell 28648GS: ja
BesonderheitenMarken-Poolpumpe Made in Germany Integrierte ZeitschaltuhrIntegrierte ZeitschaltuhrIntegrierte Zeitschaltuhr
Integrierte Zeitschaltuhr

» Sandfilter Größe für Ihren Pool berechnen

Wie funktioniert eine Sandfilteranlage für den Pool?

Um die Funktion einer Sandfilteranlage zu verstehen, muss man kein Ingenieur sein. Denn die Funktionsweise lässt sich ganz einfach erklären. Das Wasser wird mit Hilfe einer Filterpumpe (Sandpumpe) aus dem Pool in den Filterkessel des Sandfilters gepumpt. Dort sickert das Wasser durch den Filtersand. Feine und auch grobe Schmutzpartikel werden in dem Filterbehälter durch den Sand aufgefangen. Das gefilterte Wasser wird nun wieder in den Pool geleitet.

Sandfilteranlage Pool Funktionsweise

Es gibt bei jedem Sandfilter verschiedene Einstellungsmöglichkeiten. Viele Sandfilter verfügen über ein 6-Wege-Ventil. Je nachdem, wie das eingestellt wird, erfüllt der Filter unterschiedliche Aufgaben.

  • 1. Filtern: Das Wasser wird  von der Pumpe in den Sandfilter gepumpt, durch den Filtersand geleitet und sauber in den Pool zurückgeführt.
  • 2. Entleeren: Mit dieser Einstellung kann der Pool mit Hilfe der Pumpe geleert werden.
  • 3. Geschlossen: Diese Einstellung sollte gewählt werden, wenn der Filter nicht benötigt wird bzw. alle Funktionen unterbunden werden sollen. Das spielt z.B. bei Wartungsarbeiten eine wichtige Rolle.
  • 4. Rückspülen: Hierbei wird das Wasser in umgekehrter Reihenfolge durch den Filter gepresst. Dieser wird dadurch gereinigt.
  • 5. Zirkulieren: Das Poolwasser fließt nicht durch den Filter durch, sondern direkt in den Pool. Mit dieser Funktion lässt sich Sauerstoff in das Poolwasser bringen und das Wasser umwälzen. Die Funktion wird z.B. nach Zugabe von Wasserpflegemitteln benutzt.
  • 6. Nachspülen: Diese Funktion sorgt nach dem Rückspülen dafür, dass kein Schmutz zurück in den Pool läuft.

6-Wege-Ventil einer Sandfilteranlage - Funktionen Filtern, Rückspülen und Zirkulieren
Der Sandfilter hat neben seiner mechanischen Filterfunktion auch nocheine biologische Filterfunktion. So bilden sich nach einiger Zeit Mikroorganismen in dem Filter, die zum Beispiel Giftstoffe wie Nitrat oder Ammoniak zersetzen. Diese Art der Filtration ist zwar für Pools nicht so relevant, da diese meist mit Hilfe von Chlor chemisch von Giftstoffen befreit werden, um eine gute Wasserqualität zu erreichen. Für Gartenteiche mit Fischbesatz sind die Mikroorganismen im Filter jedoch sehr hilfreich, da sie auf natürliche Weise die Giftstoffe im Wasser abbauen und so für die Wasserqualität sorgen, die die Fische brauchen. Durch seine Funktionsweise weist der Sandfilter sehr viele Ähnlichkeiten zum Beadfilter auf.

Wie die passende Sandfilteranlage wählen?

Welche Sandfilteranlage ist die Richtige für meinen Pool? Worauf muss ich beim Kauf achten?
Der Kauf einer Sandfilteranlage für den Pool sollte wohl überlegt stattfinden. Immerhin handelt es sich hier um eine nicht unerhebliche Ausgabe. Zudem soll die Anlage ihren Zweck auch ausreichend und langanhaltend erfüllen können. Daher ist es wichtig, dass beim Kauf auf ein paar Dinge besonders gut geachtet wird.

1. Filterleistung & Leistungsfähigkeit der Pumpe berechnen

Grundsätzlich sollte man die Sandfilteranlage nicht überdimensioniert kaufen: d.h. wenn die Umwälzleistung für bis zu 36 m³ Pools angegeben ist und Ihr Pool 15 m³ groß ist, dann ist das deutlich über das Ziel hinausgeschossen. In dem Fall würde man unnötig viel Strom verbrauchen, denn der Motor wird eine zu hohe Leistungsaufnahme haben. Zudem würde die Pumpe den Schmutz durch das Filterbett durchdrücken. Andererseits sollte man die Anlage auch nicht zu klein wählen, denn dann bekommt man den Swimming Pool nicht ganz sauber.

Also sollte der erste Schritt derjenige sein, die notwendige Filterleistung der Anlage für den eigenen Pool zu berechnen. Es ist immer davon auszugehen, dass das gesamte Poolwasser gefiltert werden soll. Empfohlen wird, das gesamte Poolwasser zwei Mal pro Tag komplett zu filtern. Da soll in der Regel innerhalb von acht Stunden geschehen. Daher sollte der Filter das gesamte Poolwasser auch innerhalb von vier Stunden ein Mal umgewälzt haben.

Es muss also nach einer Pumpe geschaut werden, die ein Viertel des gesamten Poolwassers pro Stunde umwälzen kann. Bei einem Pool mit einem Fassungsvermögen von 40.000 Litern sollte die Pumpe also eine Förderleistung von 10.000 Litern pro Stunde aufweisen können. Je größer der Pool ist, desto höher muss natürlich die Förderleistung der Pumpe sein.

Mit unserem Online Rechner können Sie berechnen, welche Mindest-Leistung die Pumpe Ihrer Sandfilteranlage haben sollte (in der Maßeinheit Liter/Stunde).

Sandfiltergröße anhand der Poolgröße berechnen

2. Größe des Kessels, Sandmenge und Filtergeschwindigkeit

Die Größe des Kessels bzw. die Sandmenge müssen auf die Poolgröße abgestimmt sein. Nur bei einem ausreichend breiten Kessel und einer ausreichend hoher Menge Sand, hat der Schmutz genügend Zeit um sich im Sand abzusetzen. Mit zunehmender Filtergeschwindigkeit nimmt die Filtereffizienz ab. Seriöse Sandfilter-Hersteller nennen daher immer die dazugehörige Filtergeschwindigkeit neben der Pumpenleistung an. Diese sollte unter 50 m/h betragen.

Hier können Sie den empfohlenen Kesseldurchmesser in Abhängigkeit des Poolvolumens ablesen. Dabei wurde eine Filtergeschwindigkeit zwischen 50 m/h und 70 m/h angenommen [1], [2].

Sandfilter Kessel Durchmesser in Abhängigkeit der Pumpenleistung

Die Pumpenleistung muss zudem ausreichend stark sein in Bezug auf die Kesselgröße und das Poolvolumen. Die Pumpe muss es nämlich schaffen beim Rückspülen den ganzen Sand zu reinigen. Eine schwache Pumpe in Kombination mit einem großem Filterkessel bringt also gar nichts. Umgekehrt gilt das gleiche.

Wie groß sollte der Kesseldurchmesser sein?

  • Poolvolumen bis 16 m³: Durchmesser 30-35 cm bei Pumpenleistung von 4 m³/h
  • Poolvolumen bis 20 m³: Durchmesser 35-38 cm bei Pumpenleistung von 5 m³/h
  • Poolvolumen bis 20-25 m³: Durchmesser 38-40 cm bei Pumpenleistung von 5 – 6  m³/h
  • Poolvolumen bis 26-36 m³: Durchmesser 40 cm bei Pumpenleistung von 6,5 – 9 m³/h
  • Poolvolumen bis 40-56 m³: Durchmesser 50 cm bei Pumpenleistung von 10 – 14 m³/h
  • Poolvolumen bis 56-78 m³: Durchmesser 60 cm bei Pumpenleistung von 14  -19,5 m³/h
  • Poolvolumen bis 100-140 m³: Durchmesser 70 cm bei Pumpenleistung von 25 – 35 m³/h

Welche Menge Sand ist optimal?

Die Mindestmenge an Quarzsand Füllung sollte 20 kg sein, wenn man eine vernünftige Filterung erreichen will. Im Fachhandel wird zur Berechnung der nötigen Sandmenge folgende Faustformel angewandt:

Die Mindestmenge an Quarzsand sollte mindestens dem Poolvolumen oder besser das Doppelte des Wasserinhaltes entsprechen. 

Die optimale Sandmenge für Pools mit 20-24 m³ Wasserinhalt und einem Sandfilter mit einer Filterleistung von 5-6 m³/h liegt demnach in dem Bereich 20 kg – 50 kg. Eine geringe Sandmenge von 12 oder 13 kg kann in dem Fall sehr wenig Schmutz zurückhalten und reduziert die Filterleistung. Schmutzteilchen werden einfach durchgedrückt und landen wieder im Pool. Man kann auch keine stärkere Pumpe anschließen, da der Effekt sich verschlimmern würde.

3. Mindestens 6-Wege-Ventil

Sandfilteranlage für den Pool mit Pumpe und Manometer

Sandfilteranlage für den Pool mit 6-Wege Ventil, Pumpe und Manometer

Die Filterleistung ist bei der Auswahl einer Sandfilteranlage für den Pool sicher das wichtigste Kriterium. Darüber hinaus sollte aber auch noch auf weitere Details geachtet werden. Unter anderem sollte die Anlage über ein 6- oder 7-Wege-Ventil verfügen. Es gibt auch Modelle, bei denen nur ein 4-Wege-Ventil verbaut wurde, das bietet allerdings nicht alle wünschenswerten Einstellmöglichkeiten.

4. Vofilter und Haar-Resistenz

Stichwort Haare. Werden lange Haare aus dem Pool in den Filter gesogen, dann kann es passieren, dass die sich um das Pumpenrad wickeln und es im Laufe der Zeit blockieren. Die Pumpe kann dadurch beschädigt werden. Deshalb sollte man beim Kauf darauf achten, dass dies für die Pumpe kein Problem ist. Ein Vorfilter ist ebenfalls wichtig, um die Pumpe zu schützen. Mit dessen Hilfe können schon vorher grobe Teilchen wie Laub oder Steinchen zu entfernen.

5. Energieverbrauch und Leistungsaufnahme

Nehmen wir an, die Pumpe der Sandfilteranlage hätte eine Filterleistung von 6 m³/h bei 8 Meter Wassersäule. Dann würde eine Angabe des Herstellers über 250 Watt Leistungsaufnahme darauf hindeuten, dass die Pumpe zu schwach ist, um diese Filterleistung auch tatsächlich in der Praxis zu erfüllen. Die Leistungsaufnahme der Sandfilterpumpe sollte sich in dem Fall in dem Bereich ab 450 Watt – 550 Watt bewegen. Natürlich spart man mehr Strom bei der 250 Watt Pumpe, jedoch wäre sie nicht leistungsfähig genug, um den Pool sauber und klar zu halten.

6. Verarbeitung

Zu guter Letzt sind natürlich auch die Qualität und die Verarbeitung insgesamt wichtig. Gerade wenn bei der Poolreinigung auch mit Chemikalien wie Chlor gearbeitet wird, sollten alle verbauten Materialien natürlich auch resistent gegen diese Mittel sein.

Sandfilteranlage Arten

So simpel die Funktionsweise eines Sandfilters auch sein mag, so schwierig kann es für den normalen Verbrauch sein, sich für ein bestimmtes Modell zu entscheiden. Denn es gibt es gibt verschiedene Sandfilter-Arten. Die Unterschiede beziehen sich hierbei vor allem auf den Aufbau des Filterkessels.

Sandfilteranlagen mit 1-teiligem und 2-teiligem Filterkessel

Man unterscheidet in der Regel zwischen zwei Filterkesseln. Bei der einen Variante handelt ist der Filterkessel praktisch aus einem Guss gearbeitet. Bei der zweiten Variante kann der obere Teil des Kessels abgenommen werden. Und das hat für den Poolbesitzer auf jeden Fall Vorteile. Der größte Vorteil ist hier die Reinigung. Muss der Sand einmal ausgetauscht werden, so kann er nach dem Abnehmen des oberen Kesselteils ganz einfach entnommen und wieder aufgefüllt werden. Bei einem einteiligen Kessel ist das ungleich schwerer. Denn hier gibt es oft nur eine kleine Öffnung, durch die der Sand entnommen und aufgefüllt werden kann. Bei kleineren Kesseln ist das noch kein so großes Problem, denn die kann man einfach auf den Kopf stellen und den Sand so herausrieseln lassen. Für das Befüllen mit neuem Sand ist der Einsatz eines Trichters empfehlenswert.

Bei größeren Kesseln ist das Herumdrehen des Kessels natürlich nicht mehr so einfach möglich, da der Kessel mit dem nassen Sand enorm schwer ist. Hier muss der Sand mühsam aus der Einfüllöffnung herausgefischt werden. Gerade für größere Pools ist damit ein zweiteiliger Kessel die bessere Wahl.

Top-Mount-Ventil vs. Side-Mount-Ventil

Sandfilteranlage mit Side-Mount Ventil

Sandfilteranlage mit Side-Mount Ventil

Es gibt noch einen weiteren Unterschied, und der bezieht sich auf die Anbringung des Ventils (mit denen man die verschiedenen Funktionen einstellen kann). Bei den gängigen Kesseln befindet sich dieses Ventil auf der Oberseite (Top-Mount-Ventil). Das Ventil ist gleichzeitig auch die Abdeckung für die Wartungsöffnung. Bei größeren Behältern befindet sich das Ventil an der Seite (Side-Mount-Ventil) des Kessels. Der Vorteil der Side-Mehrwegventilen ist, dass das Ventil fest mit den innenliegenden Filterrohren verbunden, sodass Schmutzwasser und sauberes Wasser klar getrennt sind. Beim Top-Mount-Ventil dagegen wird das Filterrohr in das Mehrwegventil eingeschoben, sodass eventuell Schmutzwasser vorbeilaufen kann. Der Vorteil der Top-Mount-Ventile ist allerdings der günstige Preis und der kleinere Bauraum.

Sandfilter mit Top-Mount Ventil

Sandfilter mit Top-Mount Ventil

Ein- und Mehrschichtkessel

Darüber hinaus gibt es auch noch Sandfilteranlagen für den Pool mit Mehrschichtkessel. Hier handelt es sich in der Regel auch um zweiteilige Kessel mit einem seitlich angebrachten Ventil. Zudem sind die Filtermedien in verschiedenen Schichten aufgebaut. Allerdings werden solche Filterkessel hauptsächlich für sehr große Pools oder sogar öffentliche Schwimmbäder verwendet. Dementsprechend groß sind diese Kessel dann auch. Deshalb gibt es an den Kesseln oft noch eine zusätzlich Öffnung für die Wartung.

Die Rückspülung

Bei einer Rückspülung wird das Wasser aus dem Pool in umgekehrter Richtung durch den Filter gepumpt. Die Fließgeschwindigkeit des Wassers ist dabei viel höher als bei der herkömmlichen Filterfunktion. Die umgekehrte Fließrichtung des Wassers und die hohe Fließgeschwindigkeit sorgen dafür, dass der Quarzsand durchgespült und aufgelockert wird. Dadurch werden auch die im Filter gesammelten Schmutzpartikel aufgespült, sodass sie aus dem Filter herausgespült werden können. In der Regel wird das Spülwasser zusammen mit dem herausgelösten Schmutz in die Kanalisation abgeleitet. Um eine Rückspülung zu veranlassen reicht es aus, wenn der Hebel am Ventil in die dafür vorgesehene Position gebracht wird. Nach dem Ende des Vorgangs, wenn der Filter wieder gereinigt ist, wird der Hebel des Ventils dann wieder in die normale Position gebracht.

Warum ist Rückspülen wichtig?

Würde man den Filter nicht durch eine Rückspülung säubern, so würde die Filterleistung im Laufe der Zeit immer geringer werden.

Wie lange der Vorgang der Rückspülung dauert, dass hängt von verschiedenen Faktoren ab. So spielt neben der Poolgröße auch der Standort des Pools eine Rolle. Pools, die in unmittelbarer Nähe zu Bäumen und Sträuchern stehen, sind in der Regel deutlich stärker verschmutzt. Dementsprechend ist auch der angeschlossene Filter oft stärker verschmutzt, und muss mehrmals in der Woche gereinigt werden. Grundsätzlich sollte eine Rückspülung während der Saison, wenn der Filter täglich in Betrieb ist, möglichst wöchentlich durchgeführt werden. Dadurch kann man eine gleichbleibend hohe Filterleistung gewährleisten. Spätestens wenn ein Druckanstieg im Filterkessel von 0,2 bis 0,3 Bar am Manometer angezeigt wird, sollte die Anlage gespült werden.

Um für die Rückspülung nicht unnötig viel Strom und Wasser zu verschwenden sollte man daher darauf achten, dass es ein Sichtfenster gibt. Hierdurch kann man dann erkennen, ob der Filter wieder sauber ist und den Vorgang beenden. Nach der Rückspülung, bei der Wasser aus dem Pool ausgeleitet wird, muss der Pool natürlich wieder mit frischem Wasser aufgefüllt werden.

Was kostet eine gute Sandfilteranlage für den Pool ?

Beim Kauf einer Sandfilteranlage für den Pool sollte man generell nicht zu den günstigsten Modellen greifen. Immerhin ist eine gute Qualität wichtig und dabei spielen nun einmal die Materialien eine Rolle. So gibt es Kessel aus Kunststoff und Kessel aus Metall. Auch sind Kessel, bei denen das Ventil oben angebracht ist günstiger als Kessel mit einem Seitenventil. Allerdings haben die Kessel mit Seitenventil auch ihre Vorteile wie bereits erwähnt. Und zu guter Letzt entscheidet auch die Pumpe über den Preis. Je mehr Leistung die bringt, desto mehr kostet sie in der Regel auch. Zubehör wie UV-Desinfektion oder integrierte Zeitschaltuhr lässt zusätzlich den Preis der Filteranlage steigen.

Wer möchte, der kann für eine Sandfilteranlage sogar eine vierstellige Summe ausgeben. Allerdings muss das nicht sein.

Gute Sandfilteranlagen für den Pool sind auch schon in einem Bereich zwischen 180€ und 300€ zu haben. Weniger als etwa 180€ sollt man allerdings nicht ausgeben. Etwas mehr Qualität als bei der Mittelklasse erhält man ab einem Preis von 400 Euro.

Sandfilter: Welche Sand Körnung?

Welche Körnung der Quarzsand haben sollte, darüber kann keine pauschale Aussage getroffen werden. Sandfilter-Hersteller geben bei kleineren Filtern (bis 100 kg Sand) meist eine Körnung von 0,4 – 0,8 mm vor. Grundsätzlich ist es besser wenn der Sand feinkörniger ist. Allerdings sollte die Körnung nicht zu klein sein, da der Sand so zum Beispiel bei der Rückspülung mit aus dem Filter geschwemmt werden könnte. Kleiner als 0,25 Millimeter sollte der Durchmesser des Sandkorns nicht sein. Bei größere Sandfilter für den Pool wird eine größere Körnung von 0,8 bis 1,2 mm empfohlen.

Bei Sandfiltern für große private Poolanlagen werden drei verschiedene Korngrößen verwenden, die man in den Filter schichtet. Die gröbsten Körner sollten dabei einen Durchmesser zwischen 3 und 4 mm haben, die zweite Schicht sollte mit Sandkörnern mit einer Größe zwischen 0,8 und 1,2 mm aufgeschichtet werden und bei der dritten Schicht können Sandkörner mit einem Durchmesser zwischen 0,8 und 0,4 mm verwendet werden. Für die Schichtung sollte dabei eine Reihenfolge gewählt werden, bei der der Sand mit der grobsten Körnung unten im Filterkessel eingebracht wird.
Welche Sandart für den Sandfilter?

Immerhin kann der Quarzsand auch Giftstoffe enthalten, die man nicht in seinem Pool haben möchte. Dieser Gefahr kann man allerdings aus dem Weg gehen, wenn man Quarzsand verwendet, der nach der europäischen Norm EN 12904  geprüft wurde. Dieser Quarzsand ist auch für die Trinkwasseraufbereitung zugelassen und somit absolut unbedenklich.

Ein Vorteil einer Sandfilteranlage für den Pool ist, dass die Filtermedien (in dem Fall der Sand) lange ihren Zweck erfüllen können. Der Sand behält bei regelmäßigem Rückspülen seine Filterleistung über mehrere Jahre. Es wird allerdings empfohlen, den Sand nach spätestens vier Jahren zu erneuern. Mit einem Wechsel alle 2-3 Jahre ist man meist auf der richtigen Seite.

Eine Alternative zum Quarzsand ist das Filterglas, welches eine glatte Oberfläche besitzt und dadurch keine dicken Bakterienfilme bildet, die zu einem Zusammenkleben zwischen Substrat und Filtrat führen.

Filtersand oder Filterglas? – Die Unterschiede

Für einen Sandfilter wird Quarzsand oder Filterglas verwendet. Was sind die Unterschiede und worauf sollte man beim Kauf achten?

Filtersand hat sich bei der mechanischen Reinigung von Poolwasser tausendfach bewährt. Doch so gut die Filterergebnisse auch sein mögen, der Filtersand hat auch Nachteile. Denn der Sand bietet Bakterien einen idealen Nährboden, um sich hier zu vermehren. Damit diese Bakterien sich nicht im Poolwasser verbreiten können, müssen dem Wasser zusätzlich Desinfektionsmittel wie Chlor oder Aktivsauerstoff zugefügt werden. Wobei gerade die Kombination aus organischen Stoffen im Wasser und Chlor zu unerwünschten Nebenerscheinungen führen kann. Dazu zählt die Bildung von Trichloramin, einem Stoff, der unter anderem zu Atemwegsreizungen führen kann.

Filterglas ist zunächst einmal deutlich teurer als handelsüblicher Filtersand. Dem steht jedoch die viel längere Haltbarkeit des Filterglases gegenüber.

  • Filtersand neigt besonders bei hartem Wasser zum Verkrusten, daher muss in der Regel (auch bei regelmäßig durchgeführter Rückspülung) spätestens nach drei Jahren ausgewechselt werden. Filterglas kann hingegen gut und gerne 4-5 Jahre im Filter verbleiben (sofern der Filter dann noch arbeitet).
  • Man braucht ca. 30 % weniger Filterglas im Vergleich zu Filtersand, um den Behälter zu füllen. Würde man z.B. 35 kg Quarzsand durch Filterglas ersetzen wollen, bräuchte man nur ca. 25 kg Filterglas.
  • Die höheren Anschaffungskosten von Filterglas lohnen sich aber auch im Hinblick auf den geringeren Verbrauch von Chemikalien. Denn anders als beim Filtersand können sich die Bakterien am Filterglas viel schlechter ansiedeln. Dementsprechend müssen dem Wasser auch weniger Desinfektionsmittel beigefügt werden.
  • Je nach Filterglas-Art kann man mit einer Reduzierung der Rückspülzeit rechnen, und mit einer verbesserten Filterleistung.
  • Filterglas ist zudem, bei gleichem Volumen, deutlich leichter als Filtersand. Verschiedene Hersteller geben in der Beschreibung ihrer Filteranlagen jedoch oft explizit an, dass diese nicht für die Verwendung von Filterglas geeignet sind.

Eine empfehlenswerte Sandfilteranlage, die auch mit Filterglas befüllt werden kann ist die Intex Krystal Clear 8 m³.

Quellen:

[1]  pool-magazin.com: Grundwissen Schwimmbadfilter (Leistungen von Privat-Schwimmbadfiltern)

[2] Ratgeber Pool: Auslegung einer Sandfilteranlage Erfahrungsbericht

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