Sandfilterpumpe: Darauf sollte man beim Kauf achten


Die Sandfilterpumpe ist das Herzstück einer Sandfilteranlage. Eine passende Pumpe für den Sandfilter seines Pools zu kaufen ist im Grunde nicht sehr schwierig, wenn beim Kauf ein paar wesentliche Dinge beachtet werden. Sehen wir uns davor kurz die Funktionsweise der Filterpumpe an.

Funktionsweise einer Sandfilterpumpe

Die Funktionsweise ist leicht erklärt: Die Sandfilterpumpe saugt das Poolwasser über den Skimmer aus dem Pool an. Das Wasser durchläuft dann in der Regel zunächst einen Vorfilter, fließt erst dann durch die eigentliche Pumpe und wird von dort in den Sandfilter geleitet. Dort wird das Wasser gefiltert und danach wieder in den Pool geleitet.

 

Poolpumpe

Bei kleineren Filtersystemen befindet sich die Pumpe oft direkt am Filter. Der Nachteil dieser Komplettlösungen ist jedoch häufig, dass bei einem Defekt der Pumpe unter Umständen die gesamte Filteranlage ersetzt werden muss. Externe Pumpen, wie die  Speck Badu Magic 8 Pumpe sind daher in der Regel die bessere Lösung.

Die Umwälzleistung der Sandfilterpumpe

Zunächst einmal sollte beim Kauf der Sandfilterpumpe darauf geachtet werden, dass sie zur Größe des Pools passt. Dies findet man raus, indem man die Angaben zur Pumpleistung bzw. Umwälzleistung betrachtet.

Sandfilterpumpe Rechner

Mit unserem Online Rechner unten können Sie berechnen, welche Mindest-Leistung Ihre Sandfilterpumpe haben sollte, um das Poolwasser klar zu halten. Sie müssen nur die Maße Ihres Pools angeben und bekommen die Pumpenleistung zurück in der Maßeinheit Liter/Stunde.

Die Berechnung gibt einen Näherungswert der Umwälzleistung bei einer durchschnittlichen Umwälzzeit der Sandfilterpumpe von 4 Stunden. Warum 4 Stunden? In der Regel sollte es eine Pumpe innerhalb von 8 Stunden schaffen, den gesamten Poolinhalt zweimal vollständig umzuwälzen. Eine Pumpe für einen Pool mit einem Wasserinhalt von 24 m³ sollte daher eine Umwälzleistung von 6 m³/h haben. Hier nochmal die passende Pumpenleistung in Abhängigkeit von der Poolgröße im Überblick:

Poolgröße
Pumpenleistung bei 8 m Wassersäule
Beispiel Poolpumpe
24 m³
6 m³/h
32 m³
8 m³/h
44 m³
11 m³/h
120 m³
28 m³/h

Doch auch wenn man die Leistungsfähigkeit der Sandfilterpumpe passend zur Wassermenge im Pool ausgewählt hat, ist noch lange nicht sichergestellt, dass die Leistung auch ausreichend ist. Denn es gibt Faktoren, die sich auf die Förderleistung der Pumpe auswirken. So spielt es beispielsweise eine Rolle, wie weit der Filter vom Pool entfernt steht. Steht der Filter mehrere Meter vom Pool entfernt, muss eine stärkere Pumpe gewählt werden. Das gilt auch für Filteranlagen, die erhöht stehen. Und auch bei beheizten Pools, bei denen das gefilterte Wasser zusätzlich durch die schmalen Rohre der Poolheizung gedrückt werden muss.

Wichtig zu wissen ist, bei wie viel Meter Förderhöhe die Filterleistung anliegt. Diese Information erhalten wir aus der Pumpenkennlinie.

Pumpenkennlinie

Jede Sandfilterpumpe hat eine andere Pumpenkennlinie bzw. Pumpenkurve, aus der man ablesen kann bei welcher Förderhöhe bzw. Wassersäule (mWS) wie viel Pumpenleistung geleistet werden kann. Bei niedriger Förderhöhe steigtdie Pumpenleistung und bei höherer Förderhöhe fällt die Pumpenleistung. Die Angaben der Hersteller stehen auch häufig im Zusammenhang mit der Wassersäule, was nur ein anderer Begriff für Förderhöhe ist.

 

Pumpenkennlinie Poolpumpe

Wassersäule und Förderhöhe: Was ist das?

Genauer genommen gibt die Wassersäule den Gegendruck, den das Wasser auf seinem Weg zum Pool überwinden muss.

Dabei entspricht 1 Meter Wassersäule einem Druck von 0,1 bar.

Der Gegendruck entsteht nicht nur durch die Höhendifferenz vom Filter zum Pool, sondern es muss auch der Gegendruck berücksichtigt werden, der vom Sandfilter selbst kommt und der Verrohrung.

Wieso brauche ich eine hohe Wassersäule von 8 Meter, wenn mein Pool nur 1,5 Meter tief ist?

Die meisten Sandfilterpumpen besitzen eine Filterleistung von 6 m³/h bei 6 oder 8 Meter Wassersäule. Hier kommt die Frage auf: Warum brauche ich eine Poolpumpe mit einer so hohen Förderhöhe, wenn doch mein Pool nur 1,5 Meter tief ist. Theoretisch würde auch eine Förderhöhe von 2 Meter ausreichen.

Grundsätzlich müssen je nach Sandfilter Modell ca. 0,4 bis 0,6 Bar Druck überwunden werden, auch ohne Höhendifferenz. Diese 0,4 bis 0,6 Bar ergeben sich aus dem Widerstand des Sandfilters (6-Wege-Ventil, Verlust auf der Saugseite), Länge der Verrohrung, Winkel in der Verrohrung. Dies entspricht 4 bis 6 Meter Wassersäule. Die Sandfilterpumpe muss also mindestens 0,4 bis 0,6 Bar Druck aufbauen, bevor sie überhaupt eine Höhendifferenz überwindet, und dann zusätzlich noch 0,2 Bar wegen des Höhenunterschieds zum Pool. Somit wären wir bei ca. 0,6-0,8 Bar (6-8 m Förderhöhe).

Die Angabe der Pumpenleistung bei 8 Meter Wassersäule bedeutet also nichts anderes, als dass die Poolpumpe in der Praxis ohne Probleme einen Pool mit 1,5 – 2 Meter Tiefe und dem passenden Durchmesser mit dieser Pumpenleistung umwälzen kann, wenn die Pumpe neben dem Pool unter dem Wasserspiegel liegt. Das ist das gängige Szenario beim Betrieb an einem Quick Up Pool.

Die Fördermenge bei 8 Meter Wassersäule ist somit ein realistischer und für die Praxis relevanter Wert. Er wird von den meisten Herstellern angegeben, damit man vergleichbare Werte hat.

Beispiel:

  • Pumpe 1: 6 m³/h bei 4 Meter Wassersäule bedeutet: wenn 0.4 Bar Gegendruck herrscht, fördert die Pumpe 6 m³ in einer Stunde.
  • Pumpe 2: 6 m³/h bei 8 Meter Wassersäule bedeutet: wenn 0.8 Bar Gegendruck herrscht, fördert die Pumpe 6 m³ in einer Stunde.

Sandfilterpumpe 2 ist in dem Fall stärker. Wenn die Pumpe 2 statt 0,8 nur 0,6 Bar zu leisten braucht (der Gegendruck ohne Höhendifferenz), dann schaft diese vielleicht mehr, z.B. 8 m³/h.

Manche Hersteller geben eine große Förderleistung an, wie z.B. 12 m³/h bei 4 m WS. Wenn man aber aus dem Pumpendiagramm die entsprechende Fördermenge für die Höhe abliest, bekommt man bei 8 m Wassersäule nur noch z.B. 6 m³/h. Daher ist die Pumpenkennline an dieser Stelle sehr hilfreich.

Was bedeutet die maximale Förderhöhe?

Eine maximale Förderhöhe von 8 m bedeutet, dass ab 8 Meter schon fast kein Wasser gefördert wird. Will man z.B. das Wasser auf das Garagendach oder das Hausdach fördern, welches 8 m hoch liegt, dann schafft das die Sandfilterpumpe gerade noch so. Ein Poolpumpe mit einer maximale Förderhöhe von 4 m wird nie das Wasser auf dem Dach befördern können. Müsste man sich zwischen einer Pumpe die 6 m³/h pumpt bei 4 m Wassersäule und einer Pumpe die auch 6 m³ pumpt, aber bei 8 m Wassersäule entscheiden, so ist auf jeden Fall, die mit der höheren Wassersäule zu wählen.

Bei der Umwälzleistung der Poolpumpe unterscheidet man auch zwischen der Brutto- und Nettoleistung. Am besten nutzt man für die Berechnung die Nettoleistung der Sandfilterpumpe.

Selbstansaugende Poolpumpe

Selbstansaugende oder normalansaugende Sandfilterpumpe wählen? – Dieser Artikel gibt einen Überblick über die Vor- und Nachteile von beiden Arten.

Die Qualität: Dicht und korrosionsbeständig!

Alle Bauteile der Sandfilterpumpe sollten aus robusten Materialien wie korrosionsbeständigem Kunststoff und Schrauben aus Edelstahl gefertigt sein und sehr gut verarbeitet sein. Immerhin treffen hier mit Wasser und Strom zwei Dinge aufeinander, die eigentlich streng voneinander getrennt sein sollten. Daher ist eine gute Qualität in der Verarbeitung besonders wichtig. Ein großer Schwachpunkt bei billigen Poolpumpen ist der Gummidichtungsring zwischen Pumpe und Motor. Wenn diese Stelle undicht ist, kann Poolwasser aus der Sandfilterpumpe in das Motorgehäuse eindringen und einen Kurzschluss verursachen. An dieser Stelle empfehlen wir die Pumpen von Speck, denn diese sind mit einer hochwertigen Gleitringdichtung ausgerüstet. Zudem sind bei diesen Pumpen die Schrauben aus Edelstahl und der Kunststoff ist korrosionsbeständig.

Der Stromverbrauch

Wie bei allen elektronischen Geräten sollte auch beim Kauf einer Sandfilterpumpe auf den Energieverbrauch geschaut werden. Eine hohe Leistungsfähigkeit der Poolpumpe und ein geringer Energieverbrauch müssen sich dabei nicht ausschließen.

Die Anschlüsse

Die Filteranschlüsse für die Sandfilterpumpe sollten idealerweise über ein Innengewinde verfügen, an die verschieden Adapter angeschraubt werden können. Damit kann sichergestellt werden, dass die Poolpumpe an verschieden Filter angeschlossen werden kann.

Der Aufstellort

Poolpumpen sind in der Regel so gebaut, dass ihnen Spritzwasser nichts anhaben kann. Allerdings ist es doch sinnvoll, die Poolpumpe nicht in unmittelbarer Nähe zum Pool aufzustellen. Es ist darüber hinaus empfehlenswert, die Pumpe und die gesamte Filteranlage vor Witterung zu schützen. Viele Poolbesitzer stellen ihre Filteranlage daher oft in Gartenhäusern oder Geräteschuppen auf. Es reicht aber auch aus, wenn die Filteranlage, vor allem aber die Sandfilterpumpe, mit einer einfachen Bretterkonstruktion von allen Seiten vor der Witterung geschützt wird.

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